Archiv der Kategorie: Willisauer Bote – (m)ein Praktikum

Nach dem Weltuntergang ist vor dem Weltuntergang

Reichlich spät, wenn es darum geht die Weihnachtsgeschichte aufzutischen. Die Praktikantin hat sich ein paar (Web)freie Tage gegönnt und ist – wie alle anderen auch – postapokalyptisch ins neue Jahr hinüber geschlittelt. Den geschätzten Lesern reicht sie nun die Artikel, die über die Festtage entstanden sind, nach.

Weihnachtsgeschichte
Silvesterextra
Ein Meister will ans Blech hauen

In diesem Sinne: viel Spass beim Lesen.

Von Feiern, Märkten und Versammlungen

Die Vorweihnachtszeit bringt auch auf der Redaktion des Böttu jede Menge Arbeit mit sich. Texte über Adventsfeiern, Weihnachtsmärkte und Konzerte wollen redigiert werden. Und: Für die Gemeinden stehen jeweils im Dezember Budget-Gemeindeversammlung an. So durfte ich Gemeinden und Gemeinderäte aus Ebersecken, Egolzwil und Grossdietwil kennen lernen, am bekannten Willisauer Christkindlimärt die Kamera und den Stift zücken, mit Lesern über den Böttu sprechen und den Puls der Zeit fühlen. Heute ging die Weihnachtsausgabe in Produktion. Trotzdem: zurücklehnen kann sich das Redaktoren-Team des Willisauer Boten (noch) nicht. Die Silvesterausgabe und der beliebte Jahresrückblick sind in Bearbeitung. Und auch die Praktikantin bleibt beschäftigt 🙂
Wer immer noch Lust hat: Meine Texte und Fotos zum Nachlesen und Nachschauen.

Katharinenmarkt – war ja klar, wer da Fotos macht
Chläuse plaudern aus dem Nähkästchen
Vorschau Weihnachtsmarkt mit Patrik Huber als Model 🙂
Christkindli-Märt der Superlative oder ein Wochenende in Willisau
Christkindli-Märt: die Fotos Co-Produktion Webster und Hrup
Leser und Macher: im Rahmen des 125-Jahr-Jubiläums des Böttu lanciert
zwei Gemeindeversammlungen die für eine Überraschung und einen grösseren Artikel sorgten
Gemeindeversammlung Grossdietwil Teil 1
Gemeindeversammlung Grossdietwil Teil 2

Zerpflücken – zerstückeln – neu aufbauen

Letzte Woche durfte ich erfahren, was es heisst, einen Text gut zu finden, ihn aber um Welten zu verbessern, wenn man den Fachmann kurz ans Werk lässt. Es hiess: anschauen, auseinander nehmen, Textbausteine neu zusammensetzen und verbinden. Der erste Gedanke: mein Gott, all die Arbeit für die Katz! Vor die Hunde geworfen! Für die Sau! So geschehen mit dem Artikel „Feuer und Flamme für eine Anlage“. In diesem Sinne: danke lieber Steff! Hab einiges gelernt. Auch über männliche und weibliche Denkweisen, ihre Ansätze und Verwirrungen 🙂

Feuer und Flamme für eine Anlage (Teil 1)
Feuer und Flamme für eine Anlage (Fortsetzung)

Weitere Ergüsse aus Katjas Feder oder Fotoapparat:

„Grenzenlos Kochen“ verbindet
Einbrecher kommen in der Dämmerung
Das Foto zum Text belustigte die Redaktoren. Eine neue Karriere als Promoterin für Einbrecher wurde mir prophezeit. Das Bild ist eine gestellte Szene und wurde – oh, Wunder – im Kanton Obwalden aufgenommen. Dank gebührt dem grossartigen Schauspieler. Die nächsten 100 Jahre wird sein Konterfei als Einbrecher bei Themen wie Diebstahl oder Einbruch im WiBo abgebildet.

Das Leid mit dem Lead

Kurz, klar, knapp. Das sollte er sein. Der Lead eines jeden Artikels. Alle, die mich kennen, wissen, dass ich kurz geraten bin. Ich mich klar artikuliere (auch wenn immer wieder über meinen Dialekt gestänkert wird). Aber knapp? Das ist schon echt schwer. Einfach die Schnauze halten, wo man doch so viel sagen möchte und könnte? Da heisst es wohl noch: üben, üben, üben.

Tatkräftig und geduldig unterstütz mich das Redaktorenteam des Willisauer Boten (he, ein bisschen Werbung darf sein!). Ich bin froh um Tipps und Korrekturen. Daraus ziehe ich meine Lehren. Und es ist schön, einfach auch wieder mal etwas lernen zu dürfen und dafür dankbar zu sein.

Meine Arbeiten der letzten Woche:

Nachgefragt – Toni Glauser im Gespräch
(Ein-)Blick hinter die Kulissen
Bewegung, Balance und Begeisterung

Der Praktikus hat sich ab und an in lebensgefährlichen Situationen zu begeben. Folgendes Foto zeigt: trotz Stromschlägen von Kuhzäunenn können noch recht passable Bilder entstehen. Die Kinderkuh guckte ein bisschen konsterniert aus der Wäsche, als ich mit Fluchtiraden den Zaun beschwörte. Dieser Moment mit Blick auf Menzberg, den hatte dafür nur ich.
Praktikantin unter Strom

Katja erkundet Willi(s)au

So. Heute ist es soweit. Ich werde das erste Mal direkt auf Leute los gelassen. Ich freue mich auf den Einsatz.

Bereits nach wenigen Tagen Einblick zeigt sich mir die Komplexizität des Redaktionswesens. Unbekannte Computerprogramme, viel informative und lehrreiche Inputs, Schreibwut, lustige Telefonate. Der Geräuschepegel – mal von fröhlich singenden Redaktoren abgesehen – ist um mindestens 60 Dezibel leiser als an einem Mittwochnachmittag auf der Tagesklinik. Beinahe gespenstisch still. Kreativköpfe brauchen eben Ruhe zum Arbeiten. Und wem es dann beim Texten immer noch zu laut ist, der darf sich einen Pamir aufsetzen. Gefällt mir.

Drei Feststellungen:

1. Antizyklisch zur Arbeit zu fahren ist einfach grandios.
2. An einem Brückentag arbeitende Menschen fotographieren zu wollen, kann sich als schwieriges Unterfangen
erweisen.
3. Einen halbautomatischen Smart mit dem prosaischen Namen „Böttli“ unfallfrei lenken zu wollen, wär ein guter Vorsatz. Man will ja nicht wirklich als die destruktivste Praktikantin aller Zeiten in Erinnerung zu bleiben.