Nichts als die Wahrheit

«Fake News»: ein derzeit inflationär verwendeter Begriff. Es handelt sich um bewusst produzierte Falschmeldungen, die sich viral verbreiten und eigens zu diesem Zwecke produziert wurden. Dahinter steht sowohl finanzielles als auch politisches Interesse. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten und der globalen Vernetzung kann inzwischen praktisch jedermann solche Meldungen herstellen und streuen. Es ist ein relativ neues und zunehmend relevantes Problem. Erkannt hat dies unter anderem Facebook. Das grösste soziale Netzwerk hat daher die Zusammenarbeit mit einem Berliner Recherchebüro angekündigt, das Meldungen prüfen und gegebenenfalls mit einem Warnhinweis versehen soll. Eine objektive Grenze zu ziehen, ist aber schwierig. Denn worin besteht beispielsweise der Unterschied zu den Klatschzeitschriften mit ihren auf die Spitze getriebenen Schlagzeilen oder an den Haaren herbeigezogenen Geschichten? Sicher ist, die Diskussionen haben eben erst begonnen.

PS: Was aber nicht geht: Meldungen als Fake News – zu gut Deutsch «Lügenpresse» – zu bezeichnen, nur weil sie einem nicht in den Kram passen. Ein kurzer Blick auf den Twitter-Account von @realDonaldTrump genügt, um zu sehen, was ich meine.